Geschichte der Bäckerei Anton Ways

Das Bäckereianwesen wurde im Jahre 1883 von Barbara Berndl durch Kauf erworben und ist seitdem im Familienbesitz.

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Ihre Tochter Ursula heiratete im Jahre 1902 den schwäbischen Bäckergesellen Anton Ways der sich auf der Walz befand und diese in Moosinning beendete. Sie übernahmen im gleichen Jahr den Handwerksbetrieb mit der dazugehörigen Landwirtschaft.

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In dem bäuerlich geprägten Ort, wo fast jedes Anwesen seinen eigenen Backofen hatte, waren die Haupteinnahmequelle der Familie bis zum Ende des 2.Weltkrieges die Erzeugnisse aus der Landwirtschaft.

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Dies änderte sich erst im Jahre 1949 mit der Heirat und Übernahme der Bäckerei und der Landwirtschaft durch ihren ältesten Sohn Anton. Der Bevölkerungszuwachs durch Ansiedlung von Heimatvertriebenen und der Wirtschaftsaufschwung machte den Bau einer neuen Backstube mit Dampfbackofen im Jahre 1950 erforderlich. Der Neubau des Ladens erfolgte im Jahre 1958. Als Haupterwerbsquelle hatte zwischenzeitlich die Bäckerei die Landwirt-schaft abgelöst und sie wurde mit der Zeit eingestellt bzw. verpachtet.

Im Jahre 1978 übergaben Anton und Maria Ways den inzwischen der dörflichen Struktur angepassten Betrieb ihrem Sohn Anton und seiner Frau Rosmarie. Der Familienbetrieb wurde nun in vierter Generation bzw. in dritter Generation unter dem Namen Anton Ways weitergeführt. Noch im selben Jahr wurde der Laden erneuert und die Schaufensterfront vergrößert. Durch die kontinuierliche Vergrößerung des Betriebes und die dadurch bedingte Steigerung des Umsatzes musste auch der Personaleinsatz erhöht werden. Dafür wurden 1980 zwei Betriebswohnungen gebaut.

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Die größte Investition wurde jedoch im Jahre 1996 getätigt. Die alte Produktionsstätte wurde abgebrochen und durch eine neue umfangreiche und kostenintensive ersetzt. Durch weitere Konkurrenz am Ort und durch die Veränderung des Kundenverhaltens war man erstmals gezwungen, neben der hervorragenden Qualität der Back-und Konditorwaren eine Filiale 1997 in Altenerding und eine 2000 in Eicherloh zu eröffnen um die Existenz des handwerklichen Familienbetriebes zu sichern.   

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Von 1996 bis 2010 führte Anton Ways als Obermeister die Bäckerinnung Erding. Der Betrieb nahm jedes Jahr bei Brot- und Stollenprüfungen mit besten Auszeichnungen teil.

In den Jahren 2004 und 2007 wurde der Betrieb für die beständigen, guten Qualitätsleistungen mit dem Staatsehrenpreis des Freistaates Bayern ausgezeichnet.

Es war für Anton Ways selbstverständlich in jedem Jahr Lehrlinge auszubilden. In den 32 Jahren seiner Betriebsführung wurden 17 in der Bäckerei und 9 im Verkauf ausgebildet. Dabei schnitten fünf Bäcker und vier Verkäuferinnen als Innungsbeste ab. Dies ist auch ein Hinweis auf die Qualität der Ausbildungsstätte. Auch eine Tochter die für die Übernahme des Betriebes extern im Bäcker- und Konditorhandwerk ihre Ausbildung absolvierte, schloss diese mit Bestnoten ab, sie wurde sogar Kammerbeste. Der Liebe wegen entschied sie sich jedoch für den Betrieb ihres Mannes.   So kam es, dass es nach vier Generationen innerhalb der Familie keinen Nachfolger gab, der den gut aufgestellten mittelständischen Bäckerei-und Konditoreibetrieb weiterführte.                      

Im Jahre 2010 erklärte sich Ludovic Gerboin bereit, die Traditionsbäckerei Anton Ways zu übernehmen und der Bevölkerung  ortsnah, mit handwerklich hergestellter Qualitätsware zu versorgen.

Mit französischen Spezialitäten ergänzt er das vorhandene Angebot und mit Engagement und Kreativität bäckt er täglich frisch.Mit der Eröffnung einer neuen Filiale in der Liegnitzerstrasse in Erding im Herbst 2010 und der Anschaffung eines Verkaufwagens, der im Landkreis die Backwaren in die verschiedenen Orte bringt, werden von Ludovic Gerboin weitere Schritte zur Erhaltung des Familienbetriebes realisiert.

2013 wurde der Laden in Moosinning durch einen Umbau modernisiert, renoviert und verschönert.